Wie Augmented Reality zur Kundenbindung beiträgt

Wie Augmented Reality Kunden begeistert

Spätestens seit “Pokémon Go” Millionen Spieler, den Blick stets auf das Handy gerichtet, durch die Innenstädte der Welt schickte, ist Augmented Reality (AR) den meisten Menschen ein Begriff. Doch lässt sich durch AR inzwischen weit mehr anstellen, als mit dem Smartphone Jagd auf die kleinen Monster zu machen. Zahlreiche Unternehmen nutzen Augmented Reality bereits, um Kunden ihre Produkte näher zu bringen und sie an sich zu binden.

Mit AR das Wohnzimmer neu gestalten

Augmented Reality fügt eine digitale Ebene über dem Kamerabild auf Smartphone oder Tablet ein, auf der dann Objekte, Figuren oder Schrift angezeigt werden. Mit diesen kann der Benutzer dann interagieren - sie zum Beispiel verschieben oder einfärben.

 

Doch wie kannst Du das für deine Kundenbindung nutzen?

Die wohl bekanntesten Beispiele sind die sogenannten “try before you buy” Szenarien.

Durch die Funktionalitäten von Augmented Reality wird es möglich, schon vor dem Kauf mit Produkten zu interagieren, auf eine Art, wie es sonst nicht möglich wäre.

Das machen sich Möbelhäuser wie IKEA schon heute zu Nutze: Mit Hilfe der entsprechenden App lassen sich virtuelle Möbel in Originalgröße im Raum positionieren und geben dem Kunden eine Vorstellung davon, wie sich die neuen Möbel im heimischen Wohnzimmer einfügen. Da fällt die Kaufentscheidung deutlich leichter.

 

Der Automobilhersteller BMW geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit Hilfe des Smartphones und der dazugehörigen App lassen sich die Elektromodelle der Marke in Originalgröße in die Einfahrt oder Garage stellen. Das virtuelle Fahrzeug kann dann vom Benutzer nach Lust und Laune personalisiert werden: Farbe, Felgen und sogar Interieur des Autos lassen sich anpassen. Mit nur einer Berührung auf dem Smartphone lassen sich auch die Türen öffnen, sodass es möglich wird in das Auto “einzusteigen” und das Interieur genauer zu betrachten. Das Ergebnis der Personalisierung kann dann via Social Media mit Freunden geteilt werden. Wem seine Eigenkreation besonders gut gefällt kann die Daten des erstellten Modells auch gleich in einen Online-Konfigurator übertragen und den Bestellvorgang starten.

 

Die interaktive Kundenbindung wird Standard

Diese Beispiele mögen wie bloße Spielereien wirken, doch ihre Wirkung auf den Kunden darf nicht unterschätzt werden. Bei individualisierten Produkten erhält er durch Augmented Reality die Möglichkeit, sein persönliches Produkt schon vor Kauf zu betrachten, nochmals anzupassen und in der Zielumgebung einzusetzen. Das Möbelhaus hat Deinen Wunschschrank in verschiedenen Größen und Du kannst dir nur schwer vorstellen, wie er in einer anderen Farbe aussieht? Dank AR kannst Du die verschiedenen Versionen schon testweise im Schlafzimmer platzieren und Dir sicher sein, die richtige Wahl zu treffen.

 

Darüber hinaus können auch Freunde und Familie schnell und einfach in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, sei es durch ein gemeinsames Konfigurieren auf dem Tablet oder durch das Teilen eines Fotos des neuen virtuellen Sofas im Wohnzimmer.
Insbesondere vor komplizierten oder teuren Anschaffungen kann diese Sicherheit die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen.

 

Dazu kommt, dass durch das Erfahren des Angebots in AR eine emotionale Bindung zwischen dem Kunden und den Produkten hergestellt wird, wie es klassische zweidimensionale Darstellungen nicht vermögen. Das liegt unter anderem daran, dass die Interaktion (und insbesondere Personalisierung) mit dem Produkt bereits einen gewissen “Sense of Ownership” auslöst. Unter diesen Umständen ist ein Kunde eher dazu geneigt, das entsprechende Produkt auch zu kaufen.

 

Die Technik wird zunehmend besser und bringt mehr aus der Digitalen in die reale Welt. Dabei ist es wichtig zu realisieren, dass Kundenbindung sich auch verändert. Vor Allem die Art und Weise mit Kunden zu interagieren wird sich mit dem Fortschritt der Technik weiterentwickeln.

Über den Autor

Nico ist Growth Hacker und zuständig für Online Marketing. Er studiert "irgendwas mit Technik" und ist leidenschaftlicher Sportfan.

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