Ich will doch nur spielen

Wie Gamification in der Kundenbindung effektiv genutzt werden kann

Gamification mag zwar nichts neues sein, dennoch nutzt keine Marketingstrategie Emotionen wie Spaß, Belohnung, Anerkennung und Angst besser als Gamification. Emotionen sind die perfekte Möglichkeit, um spielerisch mit Kunden in Kontakt zu treten.

Was Gamification ist und wie man es einfach verstehen und sinnvoll anwenden kann, haben wir bereits in diesem Artikel erklärt. 

Jörg Stefan von Defacto bringt es gegenüber W&V auf den Punkt:

"Schlussendlich geht es darum, typische Elemente von Spielen und spielerischen Verhaltensweisen in einen anderen Kontext zu übernehmen, mit der Zielsetzung einer verstärkten Interaktion. Je nach Definition können dies Elemente wie Aufgabenstellung, Belohnung, Wettkampf etc. sein. Übertragen auf die Bereiche Marketing und CRM sollen mit Gamification also spieltypische Elemente eingesetzt werden, damit sich der Kunde intensiver mit der Marke auseinandersetzt. Dadurch bietet sich die Möglichkeit einer Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb sowie eine Steigerung der Loyalität gegenüber dem Unternehmen."

Spielerisch und mit Spaß ein Ziel erreichen

Wenn es um Motivation geht, sorgen spielerische Elemente für den nötigen Kick. Durch Gamification setzen sich Programmteilnehmer intensiv mit der Marke auseinander und werden spielerisch gefördert, wie es oftmals bei anderen Kundenbindungsprogrammen nicht geschieht. Damit hat sich die Marke im Wettbewerb differenziert und kann die Treue gegenüber der Marke bzw. des Unternehmens steigern. 

Nicht erst seit dem Pokémon Go Hype gehören deshalb Gamification-Aktionen zu unserem Leistungsportfolio für alle Loyalitätsprogramme. Es gibt viele Herangehensweisen und Umsetzungsmöglichkeiten, wie beispielsweise: 

  • Vergabe und Sammeln von Bonuspunkten
  • Gesamtziele in viele einzelne Schritte = Levels zerlegen
  • Kleine Belohnungen = Prämien erhalten
  • Sich mit anderen messen = Challenges
  • Teams gründen und gegen andere Teams antreten

Zwei Gamification-Arten & Beispiele

Temporär kann man durch Gamification Kunden zu mehr Interaktionen anregen, wenn beispielsweise Prämien nur für einen kurzen Zeitraum angeboten werden. Dies kann mit einem Countdown noch verstärkt werden. Durch diese Verknappung schlagen zum Beispiel Schnäppchenjäger zu. 

Als dauerhafte Marketing-Aktivität kann Gamification durch Punkte-/Status-Levels Programmteilnehmer motivieren, neue Level zu erreichen, um bestimmte Incentives oder andere Belohnungen zu erlangen. 

Warum ist Gamification überhaupt erfolgreich?

Es entsteht ein Glücksgefühl, egal ob als kollektives Erlebnis oder durch persönlichen Antrieb - und dieses Gefühl will man immer wieder haben! Gamification bewirkt eine Veränderung des Kaufverhaltens, denn ein Kunde möchte einen bestimmten Preis erlangen und bis dieser freigeschalten wurde, nimmt man dafür auch höhere Ausgaben in Kauf.

Hier liegt auch die Herausforderung, wie Stefan sagt:

"Die eigentliche Herausforderung ist, den Kunden im Spiel zu halten."

Wird Gamification allerdings in der Kundenbindung effektiv und sinnvoll eingesetzt, kann tiefe Treue und Verbundenheit zwischen dem Programmteilnehmer und der Marke bzw. dem Unternehmen entstehen. 

Gamification bei Goldmarie & Friends

Wie sieht denn Gamification bei Goldmarie & Friends aus? Eines unserer Best Practice Beispiele ist “Watt für Dich”. Wollen Sie mehr wissen? Hier geht es zu unserem  Referenz-Case und zur Homepage

Über den Autor

Melanie Göttler studiert "irgendwas mit Medien", ist großer Harry-Potter-Fan und nebenbei für uns immer auf der Suche nach interessanten News und Trends im World Wide Web - Expelliarmus! 

Auch spannend